20m2 Rennjolle Hex III
 
Baujahr 1928 - Konstruktion Dr. Manfred Curry

Im Oktober 1992 entdeckte Sammy Smits in Hard (Österreich) ein etwas fremdartig anmutendes Schiff, was in einer Wiese stand. Es war rundherum rund und von der Grösse her konnte es nur eine Jolle sein. Ihm und seinem Vater wurde klar, dass es sich hier um eine Jolle vom Reisbrett des berühmten Dr. Manfred Curry handeln könnte.

Was dann bei genauerer Betrachtung aber zum Vorschein kam, war nicht über jeden Zweifel erhaben. Die Eigner ausfindig zu machen, war keine schwere Aufgabe, und schnell waren wir handelseinig.

Zuhause angekommen, wurde alles feinsäuberlich ausgemessen und aufgezeichnet. Beim Betrachten der Zeichnung stellen wir fest, dass das Rigg überhaupt nicht zu diesem Schiff passt. Daraufhin wurden die verschiedenen Bauvorschriften der zwei Klassen miteinander verglichen, wobei sich herauskristallisierte, dass dies tatsächlich eine 20er Rennjolle ist.

Nach all den Abklärungen über die vorherigen Eigner, rsp. über die Geschichte dieses Schiffes, wurde im Sommer 1994 mit der Restaurierung begonnen. Nach dem Entfernen von ca. 72 kg Polyester kam ein trauriger Rest zum Vorschein.

Im Bereich Plicht wurden alle Spanten ersetzt, der Boden musste etwa 12cm ausgebeult werden, da das Schiff falsch gelagert wurde. Dazu wurde ein neues Deck angebracht, ein neuer Schwertkasten war auch vordringlich und, und, und.  

Nach ca.1’200 Std. wurde die HEX lll Ende Juli 1995 wieder im Bodensee zu Wasser gelassen. Was die Geschwindigkeit angeht, ein Gentlemen schweigt und geniesst.

Zur Zeit wird die Hex III am Razeburgersee gesegelt, wo auch noch andere 20er-Rennjollen ihr Heimatrevier haben